Cohen, Albert

Aus ErPort

(Weitergeleitet von Albert Cohen)
Wechseln zu: Navigation, Suche



Albert Cohen

Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck, Schürufer Str. 328

Datei:Stolperstein albert cohen.jpg
Stolperstein für Albert Cohen


Die wichtigsten Daten zum Lehrer Albert Cohen lassen sich zusammengefasst im

Buch von Norbert Noczynski über „Die Jüdische Gemeinde im Amt Aplerbeck 1815-1945“

auf Seite 162 finden.


Dort ist auch ein Auszug aus dem Hausstandsbuch Schüruferstr. 328 abgebildet.

Die persönlichen Daten von Lehrer Cohen und seinen Angehörigen sind wohl dem Hausstandsbuch entnommen.


Demnach bestand die Familie aus:

Albert Cohen, Lehrer, *3.7.1873 in Horstmar

Henriette, geb. Levy, Ehefrau, 24.9.1873 in Illingen

sowie der Schwester bzw. Schwägerin Sophie Levy, ledig, *15.2.1867 in Illingen.


Die drei Personen verließen Dortmund bereits 1933 in unterschiedliche Richtungen.

Albert Cohen meldete sich am 19.8.1933 nach Hamburg ab, seine Ehefrau am 29.11.1933 nach Enschede.


Die Abmeldung der Sophie Levy erfolgte am 30.11.1933 nach Düsseldorf-Oberkassel.


Die vorliegenden Unterlagen und Daten lassen den Schluß zu, dass sie später in den Niederlanden wieder zusammenkamen. Dies wird bestätigt durch die Auskunft der Gedenkstätte Westerbork, demnach sie vor ihrer Inhaftierung gemeinsam in Enschede, Lipperkerkstr. 153 wohnten.


Am 12.4.1943 wurden die drei in das KZ_Westerbork verbracht und bereits acht Tage später in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Im niederländischen Gedenkbuch „Nederlandse Oorlog-*slachtoffers“ ist als gemeinsamer Todestag der 23.4.1943 verzeichnet.


Albert und Henriette Cohen, sowie Sophie Levy sind Opfer der Shoah geworden.


Ihr langjähriger gemeinsamer Lebensmittelpunkt war das Haus Schüruferstr. 328.