Alica Schanzer

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Alice Schanzer

Alice Schanzer

Alice und Helma Schanzer

Alice und Helma Schanzer wurden in den Jahren 1897 und 1891 in Dortmund geboren. Sie wuchsen in Dortmund auf.

In den 20er und 30er Jahren unterrichteten beide Schwestern an der jüdischen Schule in Dortmund. Sie behielten ihre Jobs, solange es ging, und halfen Bruder Julius Schanzer und Vater Viktor Schanzer, die zu diesem Zeitpunkt schon arbeitslos waren.

Der letzte Ort, an dem sie lebten, war das Haus in der Prinzenstraße 9/11, das dem Vater Viktor Schanzer gehörte. Dieser musste jedoch einen Vertrag unterschreiben, dass er das Haus verkaufen und mit seinen Kindern auswandern werde. Letzteres trat jedoch nie ein.

Das Haus in der Prinzenstraße 9/11 wurde etwas später als Judenhaus verwendet, wo sich viele Juden sammeln mussten, die später in das Ghetto nach Zamość deportiert wurden.

Beide Schwestern sowie Bruder und Vater wurden später für tot erklärt.


Alice Schanzer

Alice Schanzer wurde am 22. 10. 1897 in Dortmund geboren und damit war sie die Zweitjüngste in der Familie.

Sie galt als recht schüchterne Person.

Von allen in Dortmund gebliebenen Familienmitgliedern behielt sie ihren Job am längsten und konnte so Vater und Bruder finanziell unterstützen.

Es heißt, dass sie sehr nette deutsche Nachbarn gehabt hätte, die ihr helfen wollten, als die Nazis ihr alles, was ihr lieb war, wegnehmen wollten. Ihre Nachbarin bot Alice, die eine wertvolle Armbanduhr besaß und diese abliefern sollte, an, die Uhr an sich zu nehmen und ihr eine billigere Uhr zu geben, damit sie den Nazis nicht ihre wertvolle geben musste; später, wenn diese schreckliche Zeit vorbei sein würde, wollte ihr die Nachbarin ihre schöne Uhr zurückgeben. Da Alice aber, wie oben schon erwähnt., eine sehr schüchterne Person war, lehnte sie das Angebot ab.

Am 30.4.1942 wird Alice zusammen mit ihrer Schwester Helma und ihrem Bruder Julius Schanzer ins Ghetto Zamość deportiert. Alle drei sind mit hoher Wahrscheinlichkeit im KZ Sobibor oder Bełzec ermordet worden.

Sie wurden nach dem Ende des Dritten Reiches für tot erklärt.