Aschoff, Oskar

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Aschoff, Oskar

Foto: Günther Wertz

Oskar Aschoff wurde am 23. Mai 1925 in Recklinghausen geboren. Vor seiner Einberufung lebte er bei seinen Eltern in Herford und war als Maschinenarbeiter tätig.

Wann er einberufen wurde ist bisher unbekannt. Zuletzt war er Angehöriger der 2. Kompanie des Pionier-Ausbildungs-Bataillons 6 in Minden.

Die näheren Umstände, die zur Verurteilung führten, sind nicht genau bekannt. Ein Gerichtsurteil konnte bisher nicht ermittelt werden. Nach einem Bericht seiner Schwester soll Oskar Aschoff nach einem Wurstdiebstahl, nachdem die Sache aufgeflogen war, aus Angst vor Bestrafung die Flucht ergriffen haben. Bei dem Versuch mit dem Zug zu seiner in Utrecht lebenden Schwester zu gelangen, fiel er durch seine fehlende Uniformmütze auf und wurde festgenommen. Das Kriegsgerichts wertete seinen Fluchtversuch als Fahnenflucht. Das entsprechende Urteil erging durch das Gericht der 176. Division.

Oskar Aschoff wurde drei Wochen vor seinem 19. Geburtstag am 2. Mai 1944 um 18.11 Uhr im Gerichtsgefängnis Dortmund enthauptet. Er wurde in einem Einzelgrab auf dem Dortmunder Hauptfriedhof bestattet. Heute befindet sich sein Grab auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.