Backhaus, Norbert
Aus ErPort
Backhaus, Norbert
Norbert Backhaus wurde als Sohn eines Lokführers und seiner Ehefrau am 30. Mai 1918 in Dortmund geboren. Er hatte zwei ältere Brüder. Die Eltern förderten die Kinder wohl sehr stark und ermöglichten dem ältesten Sohn ein Studium. Norbert Backhaus schloss mit der „Mittleren Reife“ ab und erlernte den Kaufmannsberuf. Er war dann als kaufmännischer Angestellter tätig, ledig und wohnte noch im Elternhaus.
Backhaus wurde im Juni 1938 gemustert und für „tauglich“ befunden. Vom 1. April bis zum 13. Juni 1939 erfüllte er seine Arbeitsdienstpflicht und wurde mit dem Hinweis „kann zum aktiven Wehrdienst ausgehoben werden“ entlassen.
Er sollte zwar zu einem Flak-Regiment ausgehoben werden, eingestellt wurde er jedoch am 31. August 1939 bei der Kraftfahrer-Ersatz-Kompanie 69 in Schwerte. Am 24. Oktober des Jahres wurde er zum Feldpostamt 186 versetzt. Vom 1. April 1940 bis zum 28. Februar 1941 tat er Dienst in der Nachschub-Kompanie 186. Danach kam er zum Infanterie-Regiment 216 und war vom 8. März bis zu seinem Tode Angehöriger des Infanterie-Ersatz-Bataillons dieser Einheit in Herford.
Backhaus wurde am 1. Oktober 1940 zum Oberkraftfahrer und einen Monat später zum Gefreiten befördert. An Einsätzen sind in seinen Papieren der Westfeldzug und die nachfolgende Sicherung der Demarkationslinie in Frankreich eingetragen.
In diesen Unterlagen befindet sich auch das Todesdatum nur mit dem Hinweis „verstorben“. Lt. der Karteikarte in der „Dortmunder Kriegschronik“ ist er aber am 7. Mai 1942 in Herford erschossen worden. Hinweise auf die Todesumstände konnten bislang nicht ermittelt werden.