Bitthöfer, Max
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Bitthöfer, Max
Max Bitthöfer wurde als Max Bitkowski am 1. Februar 1912 in Dortmund geboren. Der Vater war Bergmann und aus Ostpreußen zugewandert. Im August 1925 wurde mit amtlicher Erlaubnis der Familienname in Bitthöfer geändert. Max Bitthöfer hatte vier Geschwister, von denen eine Schwester im Kindesalter starb. Er erlernte das Schirmmacherhandwerk und arbeitete bis zu seiner Festnahme bei der Firma Steinberg in Dortmund. Bitthöfer war Kommunist und Gewerkschafter. Bis 1933 war er Mitglied des Holzarbeiterverbandes.
Bitthöfer wurde am 30. Januar 1935 festgenommen und am 12. Oktober des Jahres vom IV. Strafsenat des Oberlandesgerichts in Hamm wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm für fünf Jahre aberkannt. Er befand sich bis zum 12. Februar 1941 in Haft. Danach nahm er eine Stelle als Schneider an.
Am 30. Januar 1943 wurde er zur Bewährungseinheit 999 eingezogen. Er kam zum Afrika-Schützenregiment 961. Die 999er-Einheiten kamen teilweise nicht mehr in Nordafrika zum Einsatz, sondern wurden dann nach Griechenland geschickt, wo sie in Festungs-Infanterie-Bataillone umgewandelt wurden. Das XI. Festungs-Infanterie-Bataillon, dem er angehörte, war auf der Ägäisinsel Kos stationiert, konnte beim Rückzug der deutschen Truppen über den Balkan nicht zurückgeführt werden und wurde dort abgeschnitten.
Laut einem Eintrag im Hausstandsbuch Akazienstr. 83, seinem letzten Wohnsitz in Dortmund, ist er Ende Februar/Anfang März auf Kos „verstorben“. Es wurde aber berichtet, dass er dort nach einem Kriegsgerichtsverfahren erschossen wurde. Von den Wiedergutmachungsbehörden wurde auch „Schaden am Leben“ anerkannt.