Dülks, Heinrich
Aus ErPort
Dülks, Heinrich
Heinrich Dülks stammte, soweit aus den Daten ersichtlich, aus desolaten Familienverhältnissen. Er wurde am 8. September 1922 in Essen unehelich als Heinrich Nowack geboren. Zum Zeitpunkt seiner Geburt lebte noch eine Schwester, die seine Mutter als 13jährige zur Welt gebracht hatte. Seine Mutter heiratete ein Jahr nach seiner Geburt den Händler Franz Dülks, der ihn zu einem unbekannten Zeitpunkt legitimierte. Die Ehe der Eltern scheiterte und wurde im November 1942 geschieden. Bei seiner Einberufung am 4.10.1941 lebten die Eltern bereits getrennt und Heinrich Dülks bei seiner Mutter. Im Jahr zuvor war er von Februar bis Oktober in der Provinzial-Erziehungsanstalt in Solingen untergebracht.
An Militärpapieren konnte bisher nur seine Verlustkarte ermittelt werden. Seine militärische Verwendung und die Ursache seiner Verurteilung konnten nicht ermittelt werden. Aus der Verlustkarte geht hervor, dass er zuletzt Angehöriger der Marschkompanie des Ersatz-Bataillons 158 in Münster war. Dieses Bataillon unterstand seit dem 1. Februar 1943 der Division 176 in Bielefeld. Von dem Gericht dieser Division wurde er zum Tode verurteilt.
Heinrich Dülks wurde am 22. November 1943 um 17.49 Uhr im Dortmunder Gerichtsgefängnis enthauptet. Heute befindet sich sein Grab auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.
