Schöneberg, David
Aus ErPort
David Schöneberg
Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck, Schürener Str. 46
Die Familie Schöneberg bestand aus drei Personen:
Vater David Schöneberg, Metzgermeister, * 13.8.1883 in Schüren
Mutter Paula Schöneberg, geb. Mendels, * 14.7.1895 in Harsewinkel
Sohn Ludwig Schöneberg, geb. 8.4.1924 in Schüren
Das Ehepaar heiratete am 24.6.1923 in Harsewinkel. Die erste gemeinsame Wohnung hatte das Ehepaar wohl in Schüren, Dorfstr. 9.
Dort wohnte David Schöneberg bei der Eheschließung und dort wurde auch lt. Geburtsurkunde das einzige gemeinsame Kind, der Sohn Ludwig, geboren.
Nach dem Hausstandsbuch Schürener Str. 46 soll das Ehepaar aber bereits seit dem 27.7.1923 dort seine Wohnung gehabt haben.
Die Familie wohnte dort bis zum 19.7.1940, dann wurden die Eltern in das „Judenhaus“ Lindenstr. 45 und der Sohn in das „Judenhaus“ Westenhellweg 121 eingewiesen.
Alle Familienmitglieder wurden am 27.1.1942 nach Riga deportiert. Das „Riga-Gedenkbuch“ verzeichnet für David Schöneberg noch einen Eintrag in die Lagerliste am 30.7.1943 und für Paula Schöneberg am 29.6.1943. Im Gedenkbuch wurden Sie der Totenliste zugeordnet. Sie sind verschollen.
Lt. Eintrag im Hausstandsbuch Lindenstr. 45 wurden Sie Vom Amtsgericht Hörde am 16.3.1948 rechtskräftig mit Wirkung 8.5.1945 für tot erklärt (Az. II 75 und 76/47).
Sohn Ludwig überlebte die Deportation. Er wird im Riga Gedenkbuch in der Überlebendenliste geführt. Als Abgangsanschrift steht dort wohl fälschlich ebenfalls die Lindenstr. 45.
Mitte der 50er Jahre meldete er seine Wiedergutmachungsansprüche an.
Er lebte damals in New South Wales in Australien.
Nach den Angaben im Buch von Wolfgang Noczynski „Die jüdische Gemeinde im Amt Aplerbeck“ hat er 1995 noch in Australien gelebt.
David und Paula Schöneberg müssen als Opfer der Shoah angesehen werden. Der Lebensmittelpunkt der Familie war lange Jahre das Haus Schürener Str. 46.