Niestatek, Eduard

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Eduard Niestatek

Stolpersteinstandort: Do-Nord, Steinwache, Steinstr. 50

Datei:Stolpersteine steinstr. 50.jpg
Stolpersteine an der Steinstr. 50



Am 25. März 1941 zeigte die staatliche Kriminalpolizei dem Standesamt Dortmund den Tod des Hauers Eduard Niestatek an.


Lt. der Todesurkunde war


Eduard Niestatek , *5.10.1904 in Bankwitz Krs. Mogilno, ledig, gottgläubig, wohnhaft Neue Radstr. 5


„um 12 Uhr 00 Minuten in Dortmund, Steinstr. 48 (= Anschrift der „Steinwache“ tot aufgefunden worden.“


Eduard Niestatek war 1933 Funktionär der KPD und Mitglied im Bergarbeiterverband. Lt. der Broschüre von Paul Wittlake war er Politischer Leiter des Stadtteils IV. Er wurde am 18.7.1933 erstmalig festgenommen und am 12.9. d.J. in das KZ Esterwegen überstellt. Am 23.12.1933 wurde er aus dem KZ entlassen.


Am 10.3.1941 wurde er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ erneut festgenommen und in der „Steinwache“ inhaftiert.


Nach Paul Wittlake wurde Eduard Niestatek in der „Steinwache“ „ermordet“.


Nach der vorliegenden Wiedergutmachungskarteikarte wurde von der Mutter auch ein Antrag auf „Schaden am Leben“ gestellt. Dieser Antrag ist aber nicht in der Akte im Landesarchiv Münster aufzufinden.


Ob es sich nun um Mord oder Suizid handelte, ist heute aufgrund der Aktenlage nicht mehr zu klären. Eindeutig ist aber der Tod während und in Folge einer nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahme in der „Steinwache“ eingetreten.