Meyer, Erich

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Erich Meyer

Stolpersteinstandort: Do-Scharnhorst, Husener Str. 63

Stolperstein für Erich Meyer


Erich Meyer mit seiner Frau Anna und Sohn Kurt

Die Microfiche der Hausstandsbücher der Husener Str. sind nur noch stark eingeschränkt lesbar. Da eine Kennzeichnung bzw. durchgehende Paginierung fehlt, sind Einträge bestimmten Anschriften nur bedingt zuzuordnen. Es konnte ein Eintrag der Familie Meyer, bestehend aus


Vater Erich Meyer, * 23.7.1897 in Oeynhausen

Mutter Anna Meyer, geb. Marker, * 16.2.1898 in Westick bei Kamen

und

Sohn Kurt, * 17.1.1921 in Husen


ermittelt werden.


Dieser Eintrag kann nach einem Abgleich mit den Adressbüchern der Anschrift Husener Str. 63 zugeordnet werden.

Die Familie ist bereits in den 20er Jahren in der Wilhelmstr., nach der Eingemeindung Husener Str., in den Adressbüchern nachweisbar.

In den Adressbücher 1931 bis 1941 wird für Erich Meyer die Anschrift Husener Str. 63 angegeben. (In einem Adressbuch der 20er Jahre wird die Nr. 23 genannt. Ob die Familie zwischenzeitlich umgezogen ist, konnte bisher nicht festgestellt werden. Es ist hier nicht bekannt, ob mit der Umbenennung der Straße bei der Eingemeindung auch eine Umnummerierung erfolgte.)


In diesem Hausstandsbuch wurden auch erkennbar die Todeserklärungen für Erich und Kurt Meyer eingetragen. Die einzige Überlebende der Familie, die Ehefrau und Mutter, meldete sich erst im Dezember 1946 aus der dortigen Wohnung ab.


Erich Meyer war offiziell bis zu seinem Tode unter dieser Anschrift gemeldet. Er ist verschollen und wurde deshalb amtlich für tot erklärt.


Kurt Meyer hat wohl mehrfach das Haus verlassen, ist aber zwischenzeitlich öfters zurückgekehrt.


Nachweisbar ist er unter den Anschriften:


Wambeler Heide 30 vom 2.2.1939 bis zum 10.12.1940. Hier wurde er durch die Volkszählung vom Mai 1939 richtig erfasst. Im Hausstandsbuch ist er fälschlich als Mayer eingetragen.

Hansastr. 61 vom 10.12.40. Dort ist kein Abmeldeeintrag erfolgt. Nach dem Hausstandsbuch Husener Str. 63 kam er aber dort am 26.3.1942 von der Hansastr. kommend zur erneuten Anmeldung.


Nach Ermittlungen der Arbeitsgruppe der Hauptschule ist Kurt Meyer nach Aufenthalt in mehreren Konzentrationslagern wohl im KZ Mauthausen umgekommen. Konkrete Todesdaten liegen nicht vor. Er wurde aber nach den Eintragungen im Hausstandsbuch gerichtlich für tot erklärt.


Er ist eindeutig ein Opfer des Nationalsozialismus.