Erinnerungsgang 4. September 2010
Aus ErPort
Dorstfeld in der Zeit des Nationalsozialismus – ein Erinnerungsgang
Termin: Samstag, 04.09.2010; 10.00 – 12.00 Uhr Treffpunkt: kath. Gemeindehaus, Teutoburger Str.14
An dem Tag, an dem die Dortmunder Autonomen Nationalisten und andere Nazis eine Demonstration planen, wollen wir einen Gegenakzent setzen. Am 1. September begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen. Mit ihrem "Nationalen Antikriegstag" verharmlosen sie auch heute noch die Verbrechen der Nazis und des 2. Weltkrieges mit mehr als 50 Millionen Toten und offenbaren damit ihre menschenverachtenden Ansichten.
Deshalb nehmen wir auch diesen Tag zum Anlass, um in Dorstfeld – wo heute wieder viele Nazis wohnen und aktiv sind – an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern.
Es gibt schon heute sichtbare Erinnerungen wie das Denkmal an die zerstörte Dorstfelder Synagoge, einen Stolperstein zur Erinnerung an die deportierten Juden, den jüdischen Friedhof. Andere Orte sind eher unbekannt.
Wir wollen bei diesem Erinnerungsgang folgende Stationen aufsuchen: 1.)Start am kath. Gemeindehaus, Teutoburger Str.. Thema: Die kath. Kirche in der NS-Zeit 2.)Stolperstein an der der Ecke Wittener Str./ Arminiusstr. Thema: Erinnerung an die deportierten Dorstfelder Juden 3.)Synagogendenkmal: Erinnerung an die zerstörte Dorstfelder Synagoge 4.)Ev. Gemeindehaus an der Wittener Str.; Thema: Erinnerung an Familie Engelhardt und deren Wegzug im Jahr 2009 aufgrund rechter Belästigungen und Bedrohungen 5.)Stopp an der Dorstfelder Eisenbahn-Brücke; Thema: spontane Hilfen der Dorstfelder Bevölkerung gegenüber Zwangsarbeitern 6.)Ev. Kirche Wittener Str. Thema: die Situation der evang. Kirche in der NS-Zeit 7.)Jüdischer Friedhof 8.)Kriegerdenkmal auf dem Friedhof (neben dem jüdischer Friedhof); Thema: falsch verstandene Heldenverehrung 9.)Kath. St. Anna Gemeinde (polnische Gemeinde auf der Rheinischen Str.); Thema : die Situation und osteuropäischer Zwangsarbeiter in Dortmund während der NS-Zeit 10.).)Stopp an der Huckarder Str. vor dem ehem. Außenlager und Zwangsarbeiterlager von Buchenwald / Hoesch
Dieser Erinnerungsgang ist bei der Dortmunder Polizei angemeldet worden. Ende gegen 12.00 Uhr
Wir möchten Sie auch gerne einladen zu einem Informationsaustausch zu diesem Thema am Donnerstag, 02.09.2010 um 19.00 Uhr im kath. Gemeindehaus, Teutoburger Str. 14.
Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung über: Heiko Hamer (Elias-Kirchengemeinde), Tel. 613903 oder IBB Dortmund e.V., Tel 95209614 Andreas Roshol ( Dortmunder Erinnerungsportal ), Tel 813738