Eschbach, Johann
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Eschbach, Johann
Von Johann Eschbach sind bisher nur die wenigen Daten bekannt, die ihren Eingang in die Verlustmeldung und die Todesurkunde gefunden haben. Er wurde am 30. November 1924 in Porz geboren. Er lebte wohl bis zu seiner Einberufung im Elternhaus. Seine Heimatanschrift Elsdorf b. Porz stimmt mit der seines Vaters überein.
Johann Eschbach war heimatnah stationiert. Er gehörte zur 2. Flakscheinwerfer-Abt. 270, in Köln, die zur 7. Flak-Division gehörte. Das Todesurteil erging durch das Feldgericht dieser Division. Er trug den niedrigsten Dienstgrad eines Kanoniers. Das Urteil ist nicht überliefert und die Urteilsgründe unbekannt.
Der Tod wurde mit fast einem halben Jahr Verspätung durch die Wehrmachtsauskunftsstelle dem Standesamt Dortmund mitgeteilt. Weder den genauen Todeszeitpunkt noch den genauen Todesort kann man der Todesurkunde entnehmen. Bei der Todesursache wurde anfangs „Tod durch Hinrichtung“ eingetragen. Das Wort Hinrichtung wurde später gestrichen und handschriftlich durch „Erschießen“ ersetzt. Auch auf der Verlustmeldung wurde als Todesursache „Erschießung“ verzeichnet.
Obwohl damals eine erhebliche Anzahl von Militärangehörigen in Dortmund im Gerichtsgefängnis enthauptet wurden, kann bei Eschbach davon ausgegangen werden, das er nach militärischen Vollstreckungsvorschriften durch Erschießen exekutiert wurde. Hinrichtungen in der Strafanstalt wurden zeitnah und mit konkreten Orts- und Zeitangaben dem Standesamt gemeldet. Wahrscheinlich wurden dazu Soldaten seiner Waffengattung herangezogen, da Dortmund Standort des Flakregiments 124 der 22. Flak-Division war.
Es kann davon ausgegangen werden, dass Johann Eschbach im Alter von 19 Jahren am 7. Juli 1944 den Tod durch Erschießen fand. Er wurde auf dem Hauptfriedhof bestattet. Heute befindet sich sein Grab auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.
