Feisel, Heinrich Ludwig
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Feisel, Heinrich Ludwig
Heinrich Ludwig Feisel wurde am 9. September 1918 in Frankenberg/Eder geboren. Vor seiner Einberufung arbeitete er als Ziegeleiarbeiter und war zuletzt in Gladbeck wohnhaft. Er war verheiratet und Vater eines Sohnes.
Wann Heinrich Feisel eingezogen wurde, konnte bisher nicht ermittelt werden. Im August 1943 diente er als Pionier in der Stamm-Kompanie des Pionier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillons 253, das damals in der Mudra-Kaserne in Köln-Westhoven stationiert war. Die Einheit unterstand der Division 526 in Wuppertal.
Eheliche Schwierigkeiten veranlassten Heinrich Feisel wohl, seine Einheit zu verlassen. Aus den wenigen erhalten Unterlagen geht hervor, dass am 9. August 1943 von seiner Einheit Tatbericht erstattet und am 30. August 1943 Haftbefehl erlassen wurde. Mit dem Haftbefehl erging auch gleichzeitig die Anklageverfügung. Seine Ehefrau soll sich telefonisch bei seiner Einheit gemeldet und auf seinen Aufenthaltsort hingewiesen haben, was zu seiner umgehenden Festnahme durch die Feldjäger führte.
An seinem fünfundzwanzigsten Geburtstag fand die Hauptverhandlung statt. Er wurde wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und die Wehrwürde wurde ihm aberkannt. Als vorsitzender Richter fungierte der Kriegsgerichtsrat Dr. Schrempf.
Der Befehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Fromm bestätigte fünfzehn Tage später das Urteil. Heinrich Feisel wurde nach Dortmund überstellt und am 22. November 1943 mit weiteren neun Personen, davon drei ehemalige Wehrmachtsangehörige, im Dortmunder Gerichtsgefängnis enthauptet. Vier Tage später wurde er auf dem Dortmunder Hauptfriedhof bestattet. Heute befindet sich sein Grab auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.






