Galinaitis, Gustav
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Galinaitis, Gustav
Von Gustav Galinaitis sind nur wenige, teils widersprüchliche Daten bekannt. Er wurde am 20. Oktober 1913 in Essen geboren. Als Berufsbezeichnung lassen sich Schlosser und Nieter finden. Er war verheiratet und Vater zweier Kinder.
Ein Strafregisterauszug ist mit dem Stempelaufdruck “Nicht bestraft” versehen. Handschriftlich sind aber vier Bagatellstrafen wegen Diebstahls und Körperverletzung verzeichnet.
Galinaitis gehörte vom 23. Mai bis 23. Juli 1938 dem Flak-Regiment Dortmund an. Führung und militärische Leistungen wurden mit gut bewertet, doch bei der Führung “bis auf Strafe” hinzugefügt. Bei der Festungs-Flak-Abteilung 31 lautete das Urteil 10 Wochen später bereits: Führung “mangelhaft” und militärische Leistungen “noch genügend”. Hinzugefügt wurde: “es fehlt an der nötigen Dienstauffassung”. Soweit ersichtlich wurde er als Fernsprecher eingesetzt.
Die Eintragungen der Zeiten im aktiven Wehrdienst in seinem Wehrstammbuch sind wohl lückenhaft und unvollständig, da sie mit einigen Stammkarten von Einheiten nicht übereinstimmen. Von Februar 1940 bis November 1941 gehörte er einer Sammelkompanie der Flakscheinwerfer-Ersatz-Abteilung 29 in Aschersleben an, danach bis zum 11. August 1942 der 4. Kompanie des Flakregimentes 47 (mot.). Diese Einheit kam zur Verteidigung der Bodenorganisation der militärischen und wehrwirtschaftlichen Anlagen im finnischen Raum zum Einsatz. Unter mitgemachte Gefechte sind bei Galinaitis 14 Tage Feinbeschuss und 16 Tage Bombenabwurf eingetragen. Die letzten drei Wochen seines Lebens gehörte er offiziell zur leichten Flak-Abteilung 863.
Diese Abteilung meldete aber: Kann nicht beurteilt werden, da niemals bei der Dienststelle gewesen.” Und etwas weiter: “Kan. Galinaitis wurde fahnenflüchtig und bei seiner Festnahme am 1.9.42 auf der Flucht erschossen.” Als Todesort wurde Licksa in Finnland genannt.