Gl***, Willi/y Karl Friedrich
Aus ErPort
Gl***, Willi/y Karl Friedrich
Willi Gl*** wurde am 29. März 1908 in Konikow Krs. Köslin geboren. Er war kinderlos verheiratet, Arbeiter bzw. Hilfsmaurer und sein letzter Wohnsitz war in Dortmund-Brackel.
Gl*** war siebenmal vorbestraft wegen Urkundenfälschung, Betrug, Unterschlagung, Hehlerei, schweren Diebstahl und Anreiz zur Abtreibung.
Wann er zum Militär eingezogen wurde konnte bisher nicht ermittelt werden. Das Strafregister seines Geburtsortes Köslin erhielt aber während seiner Dienstzeit drei weitere Strafnachrichten. Demnach befand er sich bereits im August 1940 beim Militär.
Am 2. August 1940 verurteilte ihn das Gericht der Division 151 in Lötzen wegen Rückfalldiebstahls zu drei Monaten Gefängnis. Von dem Gericht dieser Division – diesmal in Budweis - erhielt dann am 25. Februar 1941 wegen „tätl. Angriffs gegen eine militärische Wache i. T. mit Widersetzung u. Ungehorsam“ drei Jahre Gefängnis.
Am 29. Januar 1942 wurde Gl*** vom Feldgericht der Division z.b.V. 432, Zweigstelle Neisse, wegen gemeinschaftlicher Fahnenflucht zum Tode, Verlust der Wehrwürde und der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Es darf angenommen werden, dass es sich bei dem Tatbestand um einen Fluchtversuch aus der Strafhaft gehandelt hat. Das Urteil wurde am 31. März 1942 im Wehrmachtgefängnis in Glatz vollstreckt.