Grüters, August

Aus ErPort

Wechseln zu: Navigation, Suche

Grüters, August

Foto: Günther Wertz

Von August Grüters sind nur wenige Daten bekannt, da bisher nur seine Todesurkunde und ein kurzes handschriftliches Protokoll seiner Ehefrau ermittelt werden konnten. Er wurde am 23. November 1919 in Elberfeld geboren, wo er auch bis zu seiner Einberufung lebte. Im Zivilleben war er als Lagerarbeiter beschäftigt.

Seine Ehefrau gab am 7. November 1945 zu Protokoll: „Mein Ehemann, der Kanonier August Grüters ist am 10.5.1944 vom Gericht in Bielefeld wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt worden. Das Urteil ist am 23.6.44 vollstreckt worden.“ Einige Ergänzungen zu dem Vorfällen ergeben sich aus den Akten des Soldaten Horst Rumey. Demnach befand sich Grüters gegen Ende 1943 in der Wehrmachthaftanstalt in Hamm. Die Gründe für seine Inhaftierung sind nicht angegeben. Er unternahm von dort bei einer Ausführung zu einem Arztbesuch einen Fluchtversuch, der aber nicht langfristig erfolgreich war. Sein Bewacher erhielt aber wegen fahrlässigen Entweichenlassens eine dreiwöchige Arreststrafe. Zusammen mit den dort inhaftierten Soldaten Rumey und Nösler gelang es ihm am 28. Dezember 1943 aus der Haft zu entfliehen und einige Zeit unterzutauchen. Durch diese Flucht hatte er sich dem Tatbestand der Fahnenflucht schuldig gemacht.

Die persönlichen Daten werden durch die Todesurkunde bestätigt. Als Todesursache wird dort „Tod durch Hinrichtung“ angegeben.

Soweit feststellbar wurde die Exekution durch Enthaupten vollzogen. Sein Grab befindet sich heute auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.