Schönfeld, Helene

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Helene Schönfeld

Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck , Schürufer Str. 326/328

Datei:Stolperstein Helene Schönfeld.jpg
Stolperstein für Helene Schönfeld


Die folgenden Feststellungen beziehen sich auf den Familienverband Neter-Schönfeld.

Die Neters waren eine in Aplerbeck beheimatete Familie, in die die Schönfelds einheirateten.


Zur Familie der Neters gehörten:

Eduard Neter, Kaufmann, *23.11.1859 in Gildehaus, + 8.2.1926

Bertha Neter, geb. Löwenstein, *3.3.1858 in Horstmar/Burgsteinfurt, + 3.12.1934

die Töchter Helene, * 29.5.1892 in Schwerte

Wilhelmine. *24.8.1895 in Aplerbeck


Die Brüder


Max Schönfeld, * 3.10.1896 in Dornheim/Unterfranken


und


Moritz Schönfeld, *18.12.1897 in Dornheim/Unterfranken

zogen am 30.6.1925 offiziell von Nürnberg/Fürth kommend nach Aplerbeck in das Haus der Neters zu. zu. Das Haus Schüruferstr. 326/328 befand sich im Besitz des Eduard Neter und ging nach seinem Tod in den Besitz der Erben über.


Max Schönfeld heiratete am 19.6.1925 in Aplerbeck Helene Neter. Aus dieser Ehe ging ein Sohn namens

Erwin, * 3.10.1928 in Aplerbeck

hervor.

Am selben Tag wie sein Bruder heiratete Moritz Schönfeld die Schwester Wilhelmine Neter. Diese Ehe blieb nach bisherigen Erkenntnissen kinderlos. Moritz und Wilhelmine Schönfeld zogen im November 1931 zur Schüruferstr. 290 und kehrten Anfang April 1933 zur Hausnummer 326/328 zurück.

Als erster meldete sich Moritz Schönfeld aus Aplerbeck ab. Lt. Hausstandsbuch verzog er am 23.7.1934 nach Nürnberg, Hessestr. 6.

Am 11.8.1935 folgten Wilhelmine mit dem Neffen Erwin, nunmehr zur Hessestr. 18.

Lt. den Angaben von Wolfgang Noczynski in „Die jüdische Gemeinde im Amt Aplerbeck 1815 – 1945“ kam es im Jahre 1935 zu Übergriffen und es wurde ein Schuss auf ein Schlafzimmerfenster abgegeben und eine Schaufensterscheibe zerstört. Ob diese Ereignisse mit dem Wegzug in Verbindung gebracht werden können, war nicht prüfbar.

Am 12.10.1937 verließen Max und Helene Schönfeld endgültig Aplerbeck und meldeten sich nach Nürnberg, Fürther Str. 152 ab.

In einer Nürnberger Publikation werden auf Geschehnisse im Hause Hessestr. 18 beschrieben, nachdem die „fünfköpfige Familie Schönfeld“ am 27. November 1941 „abgeholt“ worden war.

Die Schönfelds wurden am 29. November 1941 von Nürnberg nach Riga deportiert. „Dort verlieren sich ihre Spuren.“ Im Riga Gedenkbuch werden Sie in der „Totenliste“ des Nürnberger Transportes aufgeführt. Alle fünf wurden am 15. November 1955 vom Amtsgericht Nürnberg amtlich mit Wirkung 8. Mai 1945 für tot erklärt.

Erwin, Helene, Max, Moritz und Wilhemine Schönfeld sind eindeutig Opfer der Shoah.