Schanzer, Helma
Aus ErPort
Helma Schanzer
Alice und Helma Schanzer
Alice und Helma Schanzer wurden in den Jahren 1897 und 1891 in Dortmund geboren. Sie wuchsen in Dortmund auf.
In den 20er und 30er Jahren unterrichteten beide Schwestern an der jüdischen Schule in Dortmund. Sie behielten ihre Jobs, solange es ging, und halfen Bruder Julius Schanzer und Vater Viktor Schanzer, die zu diesem Zeitpunkt schon arbeitslos waren.
Der letzte Ort, an dem sie lebten, war das Haus in der Prinzenstraße 9/11, das dem Vater Viktor Schanzer gehörte. Dieser musste jedoch einen Vertrag unterschreiben, dass er das Haus verkaufen und mit seinen Kindern auswandern werde. Letzteres trat jedoch nie ein.
Das Haus in der Prinzenstraße 9/11 wurde etwas später als Judenhaus verwendet, wo sich viele Juden sammeln mussten, die später in das Ghetto nach Zamość deportiert wurden.
Beide Schwestern sowie Bruder und Vater wurden später für tot erklärt.
Helma Schanzer
Helma Schanzer wurde am 25.11.1891 in Dortmund geboren. Sie war das älteste Kind der Familie Schanzer.
Sie blieb ihr ganzes Leben lang in Dortmund und lebte immer mit ihrer Schwester Alice und ihrem Vater Viktor Schanzer zusammen.
Helma Schanzer war ausgebildete Lehrerin und arbeitete seit 1911 an der jüdischen Volksschule in Dortmund. Sie wurde aber 1938 ihrer hochgradigen Schwerhörigkeit wegen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Am 30.4.1942 werden Helma zusammen mit Alice und ihrem Bruder Julius Schanzer ins Ghetto Zamość deportiert. Alle drei sind mit hoher Wahrscheinlichkeit im KZ Sobibor oder Bełzec ermordet worden.
Alle drei wurden noch im selben Jahr für tot erklärt.
Der Stolperstein für Helma Schanzer wurde am 2. Juni 2009 von Gunter Demnig auf dem Friedensplatz vor dem Haus Nr. 8 (früher Prinzenstraße 9/11) gelegt.
