Huckschlag, Karl

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Huckschlag, Karl

Foto: Günther Wertz

Da weder das Urteil noch militärische Papiere von Karl Huckschlag ermittelt werden können, ist nur wenig von ihm bekannt.

Karl Huckschlag wurde am 23. August 1916 in Menden geboren. Er war verheiratet und lebte zuletzt mit seiner Frau in Unna. Von Beruf war er Presser.

Karl Huckschlag gehörte zur Gen.-Batterie der schweren Artillerie der Ausbildungs- und Ersatz-Abteilung 62, die seit Juni 1943 der 526. Division unterstand und ab Juli 1943 in Hamm stationiert war. Vom Gericht dieser Division wurde er am 16. Juni 1944 wegen Fahnenflucht zum Tode, dem Verlust der Wehrwürdigkeit und des Verlustes der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt.

Aus einer Abgabeliste der Division geht hervor, dass Huckschlag wohl im Februar 1944 die Truppe verlassen hat. Ein entsprechender Tatbericht erfolgte am 12. Februar d. J. Am 31. März wurde er festgenommen, doch wurde der entsprechende Haftbefehl erst am 15. Mai ausgefertigt. Die Hauptverhandlung, die mit dem Todesurteil endete, fand am 16. Juni statt. Am 7. Juli bestätigte der Befehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Fromm das Urteil.

Karl Huckschlag wurde am 21. Juli 1944 um 18.00 Uhr im Dortmunder Gerichtsgefängnis enthauptet und in einem Einzelgrab auf dem Dortmunder Hauptfriedhof bestattet. Heute befindet sich sein Grab auf dem Ehrenfeld der Kriegs- und Bombenopfer des Dortmunder Hauptfriedhofs.