Salomon, Johanna

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Johanna Salomon

Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck, Wittbräucker Str. 4

Datei:Stolperstein johanna salomon.jpg
Stolperstein für Johanna Salomon



Johanna Salomon, * 3.3.1882 in Wetzlar ,

wohnte von 1929 bis zum 3.12.1937

im Hause Wittbräucker Str. 4.


Das Haus gehörte dem Kaufmann Moritz Herzberg und nach seinem Tod am 14.12.1932 seinen Erben. Moritz Herzberg betrieb in dem Haus eines seiner Manufakturwaren- und Modegeschäfte.


Frau Salomon war die Schwägerin des Hausbesitzers und Firmeninhabers. Die Bezeichnung „Verkäuferin“ im Hausstandsbuch lässt darauf schließen, dass sie im Geschäft ihres Schwagers, das nach dessem Tod wohl im Besitz ihrer Schwester und ihres Neffen war, jahrelang tätig. war. Nach der erzwungenen Geschäftsaufgabe zog sie gemeinsam mit der Schwester, dem Neffen und einer weiteren Angestellten der herzbergschen Firma – Paula Cahn - nach Essen zur Kronprinzenstr. 13.


Im Mai 1941 leitete die Gestapo ein Verfahren gegen sie ein, mit dem Ziel, der Feststellung der Volks- und Staatsfeindlichkeit ein. Sie soll Vermögenswerte von 20.000 RM verschwiegen haben.


Das Verfahren wurde mit dem Vermerk „weiteres durch Deportation hinfällig“ eingestellt.

Am 26./27. Oktober 1941 wurde Sie mit einem Transport von Düsseldorf nach Lodz deportiert. Durch die Baseler Lebensversicherung mit Sitz Düsseldorf erhielt sich auch dorthin ein monatliches Ruhegehalt von 300 RM überwiesen.


Im Ghetto Lodz hatte Johanna Salomon weiterhin engen Kontakt zu ihrer ebenfalls dorthin deportierten Aplerbecker und Essener Mitbewohnerin Pauline Cahn. Diese wurde am 6.5.1942 aus dem Ghetto „ausgesiedelt“, d.h. in Chelmno ermordet. Für Johanna Salomon selbst konnten keine weiteren konkreten Daten festgestellt werden. Sie gilt als verschollen.