Kahn, Wilhelm

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Wilhelm Kahn

Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck, Köln-Berliner Str. 7

Datei:Stolperstein Wilhelm Kahn.jpg
Stolperstein für Wilhelm Kahn


Das Ehepaar Kahn führte an der Köln-Berliner Str. 7 ein Geschäft für Herren und Knabenbekleidung.


Seit wann das Ehepaar das Haus bewohnte, konnte nicht genau ermittelt werden, da das entsprechende Hausstandsbuch unlesbar ist.


Da durch die Eingemeindungen 1928 und 1929 keine Kontinuität der Adressbücher gegeben ist, lässt sich nur ein grober Zeitrahmen ermitteln. Die Geschäftsadresse ist in den Dortmunder Adressbüchern von 1931 bis 1938 nachweisbar. Im Adressbuch der Stadt Hörde/Gemeinde Aplerbeck von 1926 ist noch kein Eintrag vorhanden.


Den Ausführungen von Wolfgang Noczynski zufolge, hat Wilhelm Kahn in den Geschäftsbetrieb eingeheiratet. Seine Frau hatte bereits vor der Eheschließung dort ein Mode- und Putzwarengeschäft betrieben. Soweit erkennbar, waren beide Ehepartner Mitte 30 als sie heirateten ???? (Eheschließung 31.12.1913??) . Die Ehe blieb kinderlos.


So bestand die Familie nur aus:


Wilhelm Kahn, * 7.4.1885 in Hennweiler, Krs. Kreuznach und

Frieda Kahn, geb. Salm, * 7.9.1887 in Schweich (an der römischen Weinstrasse) Krs. Trier


Die Geschäftstätigkeit der Firma wurde nach Archivunterlagen – dort aber als Manu-fakturwarenhandlung bezeichnet - am 22..8.1938 eingestellt und vier Tage später von Amts wegen abgemeldet.

Lt. dem Buch „Juden in Brühl“ verzogen die Eheleute am 22.9.1938 zu einer Verwandten der Ehefrau nach Brühl, Schützenstr. 26 .

Am 15.4.1939 verzogen sie weiter nach Köln, Antwerpener Str. 42.


Am 29.10.1941 wurden beide von ihrem letzten inländischen Wohnsitz, Köln, Neue Maastrichter Str. 3 nach Lodz deportiert.

Am 3.5.1942 aus dem Ghetto nach Kulmhof verbracht und ermordet.


Sie wurden amtlich mit Wirkung vom 8.5.1945 für tot erklärt.