Kasel, Josef
Aus ErPort
Josef Kasel
Stolpersteinstandort: Do-Nord, Gneisenaustr. 89
Josef Kasel, * 10.9.1915 in Dortmund, der aufgrund eines Urteils des Volksgerichtshofs am 12.6.1942 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, ist unzweifelhaft ein Opfer des Nationalsozialismus.
Er war Mitglied einer Widerstandsgruppe (Gruppe „Neuer Sozialismus“/„Winzen-Gruppe“/“Freier Wanderbund“), die aus dem Umfeld der freidenkerischen/freireligiösen Organisationen kam. Ursprünglich waren die meisten Mitglieder in der Freidenker-Jugend organisiert.
Biographische Notizen und Details können der inzwischen umfangreichen Literatur über die „Winzen-Gruppe“ entnommen werden.
Die elterliche Familie stammte ursprünglich aus Trier.
Dort kamen die ersten beide Kinder der Familie zur Welt, die beide weiteren in Dortmund. Zwischen Oktober 1911 und Februar 1913 zog die Familie nach Dortmund . Sie wohnte erst in der Blumenstr. 23, ab dem 10.2.1915 in der Gneisenaustr. 89. Josef Kasel wurde als jüngstes Kind dort geboren..
Außer zeitlich befristete Abmeldungen zu diversen RAD-Standorten, war Josef Kasel durchgängig dort gemeldet. Der letzte Eintrag enthält zwar einen Hinweis auf seine Eheschließung, aber keinen Abmeldevermerk, so dass davon ausgegangen werden kann, dass er dort bis zu seinem Tode offiziell gemeldet war.