Mö******, Heinrich

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Mö******, Heinrich

Heinrich Mö****** wurde am 29. Oktober 1901 in Gronau geboren. Im November 1930 zog er von Münster kommend mit seiner damaligen Frau nach Dortmund zu. Hier war er bis zu seinem Tode offiziell gemeldet. Das einzige Kind des Ehepaares, der Sohn Günther wurde im Juli 1931 in Münster geboren und verstarb dort im Oktober 1932. Die Ehe wurde zu Beginn des Jahre 1939 geschieden. Nach knapp einem halben Jahr heiratete Mö******erneut.

Mö****** war zuerst bereits kurz vor Ende des I. Weltkriegs zum Infanterieregiment 18 eingezogen worden. Er verblieb auch nach Kriegsende bei der Truppe und diente im 100 000-Mann-Heer als Zeitsoldat bis Ende Oktober 1924. Nach Rückkehr in das Zivilleben arbeitete er als Kraftfahrer.

Am 26. August 1939 wurde er erneut eingezogen und der Sanitäts-Kompanie (mot.) 1/582 zugeteilt. Er nahm vom 1. September am Polenfeldzug teil. Sein Wehrstammbuch verzeichnet die Teilnahme an den Kämpfen in Westpreußen, an der Brahe, in der Tucheler Heide, Verfolgungskämpfe entlang der Weichsel, in Ostpolen und Gefechte südlich Zambrow, bei Byalistok und der Festung Brest. Ab Anfang Oktober bis zum Beginn des Frankreichfeldzuges befand sich dann seine Einheit im Vorfeld der Westfront. Sein letzter bekannter Dienstgrad war Unteroffizier. Die Geschehnisse, die zu seiner Verurteilung führten, müssen der Zeit des Westfeldzuges zugeordnet werden.

Mö****** wurde am 19. Juli 1940 vom Feldkriegsgericht des Armee-Oberkommandos 4 wegen Plünderung und vierfachen Todschlags zum Tode verurteilt. Am 29. Juli 1940 um 7.00 Uhr wurde er erschossen. Seine Einheit hatte einen Sarg im Werte von 15 RM vorfinanziert, in dem er auf dem Friedhof der Stadt La Baule beigesetzt wurde.