Möllmann, Gustav
Aus ErPort
Möllmann, Gustav
Von Gustav Möllmann konnte an amtlichen Unterlagen bisher nur die Todesurkunde ermittelt werden. Ergänzt werden die Angaben durch eine vom Stadtarchiv Wesel übermittelte Befragung der Schwester aus dem Jahre 2007.
Möllmann wurde am 12. August 1914, kurz nach Beginn des I. Weltkriegs, in Wesel geboren. Er entstammte einer kinderreichen Familie und war der zweite Sohn von insgesamt 16 Kindern. Er war unverehelicht. Auf der Todesurkunde ist als Beruf Maschinenschlosser angegeben. Lt. der Schwester waren aber alle Brüder in Bauberufen tätig.
Gustav Möllmann wurde am 20. Juli 1943 im Dortmunder Gerichtsgefängnis enthauptet. Das Todesurteil war durch das Gericht der Division 176 gefällt worden. Nach Angaben der Schwester war er zweimal fahnenflüchtig gefasst worden. Die zweite Flucht führte zum Todesurteil.
Die Mutter, der Vater war bereits verstorben, erhielt noch einen Brief, der auch ein Haarbüschel enthielt. Wahrscheinlich war es sein Abschiedsbrief. Zu den Gründen fahnenflüchtig zu werden, bemerkte ein Bruder: „Der wollte mit dem Krieg nichts zu tun haben.“
Familiäre Unterlagen und Bilder gingen leider kriegsbedingt verloren.