Sternheim, Max

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Max Sternheim

Stolpersteinstandort: Do-Aplerbeck, Aplerbecker Str. 503


Die Familie bestand aus:

Max Sternheim, * 24.10.1868 in Aplerbeck

Ehefrau Johanna geb. Haas, *9.5.1862 in Castrop, + 7.7.1938 in Dortmund (Josefshospital) an Altersschwäche

Sohn Karl, Kaufmann, * 19.2.1897 in Aplerbeck

Tochter Bertha, *13.1.1906 in Aplerbeck


Max Sternheim, * 24.10.1868 in Aplerbeck wohnte von den fast 75 Jahren seines Lebens runde 70 Jahre im Hause Aplerbecker Str. 503. Im Hausstandsbuch steht unter Anmeldung „seit Geburt“. Er war später auch der Eigentümer des Hauses. Er dürfte während seines Lebens mehrere Gewerbe ausgeübt haben; auf der Geburtsurkunde seines Sohnes wird er als „Conditor“, auf der Urkunde seiner Tochter als „Kaufmann“ bezeichnet; im Adressbuch 1933 findet man die Berufsbezeichnung „Viehhändler“. Als solcher wird er auch in der Todesurkunde seiner Frau bezeichnet.

Mit ihm wohnten dort lange Zeit seine Frau, die er am 12.6.1894 in Castrop (78/94) heiratete, und seine Kinder.


Der Sohn Karl verzog, damals noch ledig, am 7.9.1933 nach Aachen. Da er später den Wiedergutmachungsantrag für seinen Vater stellte, hat er den Holocaust überlebt.

Tochter Berta verließ 1926 erstmalig das elterliche Haus und zog nach Hamburg. am 31.3.1933 heiratete sie in Aplerbeck (32/33) den Karl Herbert Kaufmann, *8.11.1898 in Moers, der damals in Remscheid-Lennep, Pastoratsstr. 11 wohnte. Am 4.4.1933 verzog sie dann nach Remscheid-Lennep.

Nach dem Tod seiner Frau verließ Max Sternheim im Sommer 1939 sein Haus. Wann genau ließ sich nicht ermitteln, doch wurde im Hausstandsbuch der 11. September als Wegzug eingetragen. Als Zielort wurde Wuppertal-Elberfeld angegeben. Wahrscheinlich zog er in die Nähe seiner Tochter. Lt. dem Stadtarchiv Wuppertal ist er am 15.8.1939 von Aplerbeck zugezogen und wohnte dort in der Gesundheitsstr. 103 (15.8.1939-20.9.1939 und 12.11.1941-20.12.1941) und der Wilhelmstr. 25 (20.9.1939-12.11.1941). Der letzte Wohnort in Wuppertal ist mit einer nicht verständlichen Abkürzung eingetragen. Es könnte sich dabei um das jüdische Altersheim gehandelt haben.

Am 22.7.1942 wurde er von Düsseldorf aus nach Theresienstadt deportiert, wo er am 1.3.1943 starb.

Seine Tochter soll nach Minsk deportiert worden sein, wo sie ein Opfer der Shoah wurde.