Me*****, Fritz

Aus ErPort

Wechseln zu: Navigation, Suche

Me*****, Fritz

Fritz Me***** wurde am 21. März 1914 in Dortmund geboren. Er war als gelernter Metzger in dem Beruf tätig und ledig.

Me***** rutschte bereits sehr jung ins kriminelle Milieu. Bereits als Sechzehnjähriger wurde er wegen einfachen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Bewährung wurde widerrufen als er anderthalb Jahre später wegen gemeinschaftlich versuchten schweren Raubes eine weitere Gefängnisstrafe erhielt. Im Februar 1934 kann noch eine weitere Haftstrafe wegen Beihilfe zur Untreue und Diebstahl hinzu.

Zur Erfüllung seiner Wehrpflicht wurde er am 17. Oktober 1936 zum Artillerie-Regiment 59 nach Spandau einberufen. Am 1. Oktober 1937 wurde er zum Gefreiten befördert. Er wurde als Stangenfahrer eingesetzt. Seine militärischen Leistungen wurden mit „gut“, seine Führung jedoch mit „ungenügend“ bewertet. Seine offizielle Entlassung vollzog sich am 28. Oktober 1938. Entlassen wurde er aber zum Wehrmachtgefängnis Torgau. Zwei Tage zuvor war er vom Gericht der 23. Division wegen Rückfalldiebstahls zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe hatte er am 26. Juli 1939 verbüßt.

Am 26. September 1939 wurde Me***** zum Artillerie-Regiment 42 nach Minden einberufen. Über die weiteren Geschehnisse konnte nur wenig ermittelt werden. Eine Quelle sind Eintragungen, die Me***** in Ermangelung anderer Möglichkeiten in seinem Soldbuch vornahm. Demnach hatte er sich wohl im Frühjahr 1940 in Begleitung einer jungen Frau, die aus dem Elternhaus geflüchtet war, von der Truppe abgesetzt. Die Lage des Paares entwickelte sich unter dem Verfolgungsdruck zunehmend dramatisch. Die Frau erschoss sich in der Nacht vom 1. auf dem 2. April 1940 mit seiner Pistole. Er selbst zog einen Suizid in Erwägung, konnte sich aber nicht entschließen. Die Geschehnisse spielten sich im Großraum Berlin ab.

Fritz Me***** wurde gefasst und am 26. November 1940 wegen Fahnenflucht vom Gericht der Kommandantur Berlin zum Tode verurteilt. Wegen der Begleitdelikte „militärischer Diebstahl“, einfacher Diebstahls und Tötung auf Verlangen erhielt er noch zusätzlich fünf Jahre Zuchthaus. Die Todesstrafe wurde am 19. Dezember 1940 im Zuchthaus Brandenburg durch Enthaupten vollstreckt.


Geschehnisse auf der Flucht, die Me***** in seinem Soldbuch notierte