Naujocks, Arthur Georg

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Naujocks, Arthur Georg

Arthur Naujoks wurde am 29. Januar 1918 in Dortmund geboren. Er erlernte den Beruf des Elektroschweißers und war ledig.

Am 23. Juni 1938 wurde Naujoks vom Wehrbezirkskommando Dortmund II „tauglich Ersatz-Reserve I“ gemustert. Im November des Jahres wurde er zum Reichsarbeitdienst einberufen, aber „Vorzeitig entlassen wegen wirtschaftl. Notstandes (Vierjahresplan)“. Seine Einberufung zur Wehrmacht erfolgte am 31. August 1939 zur MG-Ersatz-Kompanie des Infanterie Regiments 64. Im Wehrpass ist der ursprüngliche Standort der Einheit Soest durchgestrichen und durch Danzig ersetzt worden.

Naujoks zeigte sich bereits von Anfang an wehrunwillig. Die diversen Strafen führten wohl auch dazu, dass er im Wehrpass als „nicht ausgebildet“ bezeichnet wurde. Die erste Bestrafung erhielt er bereits nach 10 Tagen, weil er dem Befehl zum Dienst zu erscheinen nicht nachkam. Dafür erhielt er drei Tage geschärften Arrest. Vierzehn Tage später kamen weitere 10 Tage geschärfter Arrest und vierzehn Tage Ausgangssperre hinzu, weil er sich von der Truppe entfernt hatte und erst nach einem Tag von zwei Unteroffizieren zur Truppe zurückgeholt werden konnte. Am 6. Oktober verhängte dann das Gericht des Kommandeurs der Ersatztruppen fünf Wochen geschärften Arrest wegen unerlaubter Entfernung. Die ungewöhnlich geringe gerichtliche Bestrafung erklärte sich daraus, dass man entsprechend der Kriegssonderstrafverordnung § 6 einen minderschweren Fall annahm. Das nächste Gericht, das Gericht der Division 166, war nicht so gnädig. Es verurteilte am 24. April 1940 Naujoks wegen Fahnenflucht zum Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Wegen „unerlaubter Entfernung, Unterschlagung und wegen Tätlichkeit gegenüber einem Vorgesetzten“ erhielt er zusätzlich noch fünf Jahre Gefängnis. Die Wehrwürde wurde im aberkannt.

Am 11. Mai 1940 wurde Arthur Naujoks auf dem Schießplatz Saspe in Danzig-Langfuhr erschossen.