Sander, Richard
Aus ErPort
Sander, Richard
Richard Sander wurde am 12. Juni 1906 in Dortmund geboren. Er war ungelernter Arbeiter, nach anderer Überlieferung Heizer. Er war verheiratet und Vater von drei Kindern. Sander war wegen Pfandunterschlagung, Betrug und Diebstahl vorbestraft.
Sander wurde am 29. April 1939 „tauglich“ gemustert. Am 8. Mai 1940 wurde er zum Luftwaffen-Baubataillons 10 nach Lubartow in der Wojewodschaft Lublin eingezogen. Im Juni 1940 wurde daraus das Luftwaffen-Baubataillon 14/III, dem er bis zu seinem Ende angehörte. Lt. dem Wehrstammbuch war diese Einheit bis Ende Januar 1941 zur Sicherung des „Generalgouvernements“ eingesetzt und kam später wohl in Zentralrussland zum Einsatz. Im Winter 1942/43 wurde die Einheit aufgelöst.
Über die Tatbestände, die zur Verurteilung Sanders führten, ist kaum etwas bekannt, da bisher nur eine Abschrift des Deckblattes des Urteils ermittelt werden konnte. Demnach wurde er am 7. Mai 1942 in Königsberg wegen fortgesetzter Fahnenflucht zum Tode, dem Verlust der Wehrwürdigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Richard Sander wurde am 1. Juli 1942 in Fort Quednau bei Königsberg erschossen.