Schild, Moritz

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Moritz Schild

Stolpersteinstandort: Do-Hörde, Hermannstr. 36

Datei:Stolperstein moritz schild.jpg
Stolperstein für Moritz Schild


Aufgrund der Quellenlage ist der Lebensweg des Moritz Schild und seiner Familie nur recht lückenhaft zu rekonstruieren. Die Familie Schild bestand aus drei Personen:


Moritz Schild, * 1.10.1869 in Fürstenberg (bei Büren)

Ida Schild, geb. Jacoby, weitere persönliche Daten bisher unbekannt

Werner Jakob Schild, *28.5.1905 in Dortmund


Moritz Schild und sein Sohn waren - soweit erkennbar – über Jahrzehnte in Hörde ansässig. Auf der Geburtsurkunde des Sohnes ist als Familienschrift Hörde, Chausseestr. 45 angegeben. Eintragungen lassen sich seit 1929 in verschiedenen Hausstandsbücher ermitteln.

Von Januar 1929 bis zum April 1932 wohnten Vater und Sohn lt. Hausstandsbuch in der Hermannstr. 36. Moritz Schild wird dort bereits als „verwitwet“ bezeichnet.

Am 3.11.1931 meldet sich der Sohn Werner von Berghofen, Am Oelpfad 119 kommend in der Alfred-Trappen-Str. 49 an. Der Vater zog am 23.4.1932 von der Hermannstr. 36 zu. (Hier sind die Angaben etwas widersprüchlich. Lt. Hausstandsbuch Hermannstr. 36 ist der Sohn nämlich nie zum Oelpfad gezogen, sondern meldet sich zusammen mit dem Vater ab. Auch steht er im Hausstandsbuch Alfred-Trappen-Str. 49 unter dem Vater, obwohl er dort früher eingezogen sein soll.)

Bis zum 4.1.1941 wohnen Sie im Hause Alfred-Trappen-Str. 49, dann ziehen Sie zur I. Bickestr. 9, einem „Judenhaus“. Die nächste Station ist das „Judenhaus“ Williburgstr. 6.

Von dort aus wird Moritz Schild am 29.7.1942 nach Theresienstadt deportiert. Bereits am 23.9.1942 wird er von dort mit einem Transport nach Treblinka gebracht. Dort ist er wohl direkt nach der Ankunft ermordet worden.

Der Sohn wird am 1.12.1942 zur Parsevalstr. 6 verlegt. Ein Wegzug ist dort nicht vermerkt. Sein weiteres Schicksal konnte nicht ermittelt werden.

Da für Vater und Sohn keine Wiedergutmachungsanträge gestellt wurden, ist davon auszugehen, dass auch niemand aus der näheren Verwandtschaft überlebte.

Für Moritz Schild kann es als gesichert gelten, dass er ein Opfer der Shoah wurde. Bei Werner Schild ist es sehr wahrscheinlich, dass auch er dieses Schicksal hatte.

Die Alfred-Trappen-Str. 49 kann als letzter freigewählter Wohnsitz der Familie angesehen werden.