Schröder, Hans

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Schröder, Hans

Hans Schröder wurde am 11. Juni 1913 in Hörde geboren. Er blieb ledig und war von Beruf Friseur. Lange Zeit wohnte er im Elternhaus in Hörde.

Schröder wurde am 11. Januar 1940 zum Infanterie-Regiment 473 nach Graudenz eingezogen. Bis auf zwei kurze Unterbrechungen von wenigen Wochen gehörte er während der gesamten Militärzeit dieser Einheit an. Das Ersatz-Bataillon des Regiments wurde später von Graudenz nach Aachen verlegt.

Das Infanterie-Regiment 473 kam im Westfeldzug bei Maastricht, am Albertkanal, bei Lüttich und Namur zum Einsatz. Schröder wurde dabei am 21. Mai 1940 bei den Kämpfen an der Schelde durch einen Granatsplitter-Steckschuss am Rücken verwundet. In der Folge sind die Eintragungen in seinem Wehrstammbuch widersprüchlich und wohl auch lückenhaft. Soweit ersichtlich hat er sich aber wohl infolge der Verwundung lange Zeit in Lazaretten aufgehalten. Er bekam das “schwarze Verwundetenabzeichen” verliehen.

Ende März 1941 befand er sich in einem Reserve-Lazarett in Trier. Weil er dort einen gewährten Urlaub um sechs Stunden und 35 Minuten überschritt und daraufhin eigenhändig das Datum änderte, wurde er mit vier Tagen geschärften Arrest bestraft.

Anfang April 1941 kehrte er dann wohl zu seiner Einheit zurück. Ein weiterer Vorfall führte dann zu einer Haftstrafe. Am 20. Mai 1941 verurteilte ihn das Kriegsgericht der 253. Infanterie-Division wegen “unerlaubter Entfernung” zu drei Monaten Gefängnis, die er vom 30. Mai bis 30 August 1941 verbüßte.

Da weder dieses noch das Folgeurteil ermittelt werden konnten, ist über die weiteren Geschehnisse außer den Daten wenig bekannt. Am 30. April 1942 wurde Hans Schröder wegen Fahnenflucht und Urkundenfälschung zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde am 12. Juni 1942 in Riga durch Erschießen vollstreckt.