Si*****, Emil

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Si*****, Emil

Emil Si***** wurde am 18. April 1923 in Dortmund geboren. Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Lehre.

Si***** meldete sich freiwillig zur Marine. Anfang August 1940 meldete er sich von Dortmund nach Stralsund ab. Aus seiner nur teilweise erhaltenen Militärakte geht hervor, dass er zweimal disziplinarisch und zweimal militärgerichtlich verurteilt wurde. Im Februar 1941 wurde er wegen Belügen eines Vorgesetzten und im April wegen unglaublichen Benehmens und Urlaubsüberschreitung belangt. Sein erster Kontakt mit der Militärjustiz brachte ihm vier Monate Gefängnis wegen Kameradendiebstahls ein. Er öffnete mit Mittätern zwei Feldpostpäcken eines Kameraden, der im Lazarett lag, und warf die zugehörigen Briefe weg.

Weil er sich gut geführt hatte, wurde ein Antrag auf Strafaussetzung gestellt. Seine gute Führung bestand darin, dass er seinem Kommandoführer half, einen anderen Häftling zu ergreifen.

Die eigentliche Gerichtsakte seines zweiten Verfahrens konnte nicht ermittelt werden. Einige Angaben können aber aus der Akte eines Mittäters erschlossen werden. Die Verurteilung erfolgte wohl nach der Volksschädlingsverordnung verbunden mit schweren Diebstahl in zwei Fällen, militärischem Diebstahl und versuchtem Betrug. Am 27. Mai 1942 verurteilte ihn das gleiche Gericht, das gegen den Mittäter verhandelt hatte, mit denselben Angaben.

Emil Si***** wurde vom Gericht 2 des Admirals der Ostseestation zum Tode verurteilt. Er wurde am 7. Juli 1942 in Kiel-Holtenau erschossen.