Stolpersteinaktion2009
Aus ErPort
Stolpersteinaktion zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"
Seit 1996 ist der 27. Januar eines jeden Jahres der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. In der Proklamation führte der damalige Bundespräsident Roman Herzog aus:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“
Mit dem Dortmunder Erinnerungsportal (www.erport-do.de) möchte der Jugendring Dortmund gemeinsam mit dem Stadtarchiv und dem Jugendamt dieses Anliegen umsetzen. Dem Gedenken der Opfer in Dortmund dienen insbesondere die in Dortmund verlegten Stolpersteine und die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache.
Im Vorfeld des 27. Januar 2009 wurden unter Beteiligung vieler Dortmunder Kinder und Jugendliche diese Stolpersteine gereinigt und diese Aktivitäten dokumentiert.
Stolpersteine im Stadtbezirk Aplerbeck
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
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Schüler_innen des Agricola-Berufskolleg beteiligten sich an der Reinigung im Stadtbezirk Aplerbeck.
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Am Dienstag, dem 20. Januar 2009, machten sich Nadja Kordes, Julia Carolin Büth, Alexander Kuhnau und ich, Patrick Schaberg, alle aus der Klasse 7e des Gymnasiums an der Schweizer Allee, zu einer besonderen Aktion. Es ging von unserer Schule zum Sölder Kirchweg 27. Dort putzen wir vier schmutzige Pflastersteine, aber nicht irgendwelche Steine, sondern so genannte Stolpersteine. Ein Stolperstein besteht aus einem Betonquader mit 96 Millimeter Basiskantenlänge und 100 Millimeter Höhe, der mit einer eingegossenen Messingplatte abschließt. Auf der Messingplatte stehen Daten wie z.B. der Name, das Geburtsdatum und der Todestag von bestimmten Personen. Die Stolpersteine sollen an die Opfer aus den Zeiten Hitlers erinnern und befinden sich vor deren ehemaligen Häusern. Wir haben die Steine von Alex Rosenthal, Agnes Rosenthal, Berta Rosenthal und Emma Süssenwein gesäubert. |
Stolpersteine im Stadtbezirk Brackel
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Wickeder Hellweg 91/ Wickeder Hellweg 118
Gerade einmal 10 Jahre alt war die kleine Ruth Oppenheimer im Jahr 1942. Sie ist eines von hunderttausenden Kindern die zwischen 1940 und 1944 in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden. Oft kennen wir nur ihre Namen. Ihre Geschichte, ihre Hoffnungen und ihre Träume starben mit ihnen. Vernichtet in den Konzentrationslagern. Aber Ruth Oppenheimer und ihre Familie wurden dem Vergessen entrissen. Zu verdanken haben sie es Kindern der Steinbrink Grundschule und dem Projekt Stolpersteine. Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist Jeder Stolperstein steht für ein vernichtetes Leben und erinnert am letzten selbst gewählten Wohnort an die Menschen die dort gelebt haben. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt der Künstler Gunter Demnig der bereits in über 300 Orten Stolpersteine verlegt hat. Die kleine Ruth Oppenheimer wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Dafür werden sich die Jungen und Mädchen der Steinbrink Grundschule einsetzen. Und sie werden sich auch dafür einsetzen das zukünftigen Generationen das Schicksal der kleinen Ruth erspart bleibt. Denn Zukunft braucht Erinnerung. |
Stolpersteine im Stadtbezirk Eving
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
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Am Donnerstag, den 22.01.2009 hat eine Gruppe der Auferstehungskirche Eving einige in Ihrem Stadtbezirk verlegten Stolpersteine besucht. In der Zeit von 1898 bis 1938 lebte die Familie Kleeblatt in dem Haus Lindenhorster Str. 237. Hermann Kleeblatt war Eigentümer der Häuser 237 und 235 und betrieb dort einen Textil- und Lebensmittelhandel. Das Ehepaar Hermann Kleeblatt und Lina Kleeblatt hatte drei Söhne, Walter Kleeblatt, Arthur Kleeblatt und Richard Kleeblatt. Von 1910 bis 1933 wohnte im Haus Lindenhorster Str. 235 die Familie Löwenhardt. Nach ihrem Umzug in die Lindenhorster Str. 235 bekam das Ehepaar Adolf Löwenhardt und Julia Löwenhardt zwei Söhne, Heinz und Werner, von denen nur Sohn Werner die Gefangenschaft überlegte, er wurde 1945 in Westerbork befreit. Werner Löwenhardt hat ein Buch mit dem Titel: „Ik hou niet reizen in oorlogstijd/ich mag keine Reisen zur Kriegszeit“ veröffentlicht und berichtet darin über seine Erfahrungen und das Schicksal seiner Familie.
Kontakt: Auferstehungskirche Dortmund-Eving, Preußische Straße 96, 44339 Dortmund Email: info@auferstehungskirche.net Im Netz zu finden unter: http://www.auferstehungskirche.net |
Stolpersteine im Stadtbezirk Hombruch
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
Stolpersteine im Stadtbezirk Huckarde
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Heckelbeckstr. 1
Schüler und Schülerinnen der Droste-Hülshoff-Realschule reinigten die Stolpersteine der Familie Hayum. |
Stolpersteine im Stadtbezirk Hörde
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
Stolpersteine im Stadtbezirk Lütgendortmund
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
Stolpersteine im Stadtbezirk Mengede
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Williburgstr. 6
Die Stolpersteine für reinigte Else und Salomon Heimberg reinigte eine Gruppe der PSG Gender Bildungsstätte "JaM". Mit dabei waren: Natascha, Merve, Michele, Nadja, Deniz, Beni, Rene, Christopher und Kristina als Leiterin der PSG Gender Bildungsstätte JaM. Kontakt: psg-jam@dokom.net |
Stolpersteine im Stadtbezirk Innenstadt-Nord
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Heiligegartenstr. 10
Die beiden Stolpersteine für Ida und Mendel Moscher reinigte der pädagogische Mitarbeiter des SUNRISE gemeinsam mit einigen Jugendlichen. Kontakt: www.sunrise-dortmund.de |
| Steinstr. 42
Den Stolperstein für Paul Winzen reinigten die Jungen Humanisten. |
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Steinstr. 50, Innenhof Steinwache Auch die OB Kandidaten Joachim Pohlmann, Ulrich Sierau und Mario Krüger unterstützen die Erinnerungsarbeit. Für die drei Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters ist es selbstverständlich dem guten Beispiel der Kinder und Jugendlichen zu folgen. Die im Innenhof der Steinwache verlegten Stolpersteine erinnern an August Dreike, Josef Fillo, Heinrich Flach, Alfred Hillmer, Eduard Niestatek und Georg Schmidt die der brutalen Folter der Gestapo zum Opfer fielen |
| Gneisenaustr. 93
Die Stolpersteine für Edith, Eugen und Johanna Schnog reinigte die Jugendgruppe Insight der Christuskirche.
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Stolpersteine im Stadtbezirk Innenstadt-Ost
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Dreihüttenstr. 8
Schüler und Schülerinnen der Stolpersteingruppe des Käthe-Kollwitz-Gymnasium reinigten den Stolperstein für Dr. Albert Katz. |
| Märkische Str. 50
Die Kinder der NaturFreunde Dortmund Kreuzviertel übernahmen auch die Reinigung der 4 Stolpersteine in der Märkischen Str. 50 für Henriette Eber und Arthur Spiegel mit seinen Kindern Elli und Rudolf.
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Stolpersteine im Stadtbezirk Scharnhorst
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Husener Str. 63
Wie üblich jeden Mittwoch nach der 6. Stunde trafen wir uns zur Israel AG. Dieses Mal gingen wir Christopher, Chrissy, Sina, Lisa, Edward, Philipp, Jacky, Tatjana, Sarah und Frau Mierzwa , zur Bäckerei in der Husenerstraße 63, wo die Stolpersteine liegen. Dort im Haus lebte in der Nazi-Zeit die Familie Meyer. Erich Meyer - der Vater - wurde am 24.07.1897 geboren. Sein Beruf war Pferdekomissionär. Seine Ehefrau hieß Anna, geborene Marker. Sie war keine Jüdin. Sie hatten ein Sohn: Kurt, Jahrgang 1920. Er war Soldat. Das Geschäft wurde während der Pogromnacht (9. November 1938) überfallen. Und danach „arisiert“ - d.h. von „Ariern“ übernommen. Erich und Kurt wurden von den Nazis deportiert und im KZ ermordet. Deswegen liegen dort die Stolpersteine zur Erinnerung da! Wir haben die Stolpersteine geputzt, damit wieder alles gut lesbar ist. Wir halten Erinnerungen wach, damit so etwas nie mehr passiert. Israel AG der Hauptschule Husen
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Stolpersteine im Stadtbezirk Innenstadt-West
Eine Übersicht der Stolpersteine im Stadtbezirk findet sich hier
| Burgwall 27
Eien Gruppe des SUNRISE reinigte den Stolperstein für Alex Damm. Beteiligt waren die pädagogische Mitarbeiterin des SUNRISE Marsha Mertens sowie die Jugendlichen Boris, Robin, Diana, Marianna und Claudia. Kontakt: |
| Ostenhellweg 41
Schülerinnen der Stolpersteingruppe des Käthe-Kollwitz-Gymnasium reinigten die Stolpersteine der Familien Nussbaum und Friede. |
| Arneckestr.2, Vinckeplatz 7 und Kreuzstr. 26
Auch die Kindergruppe der NaturFreunde Dortmund-Kreuzviertel beteiligte sich an der Dortmund-weiten Reinigungsaktion der Stolpersteine am 24.1.2009. Jana, Jan-Paul, Jens, Meret und Paulina mit den Müttern Chrisoula und Susanne, sowie Heike und Georg reinigten die Stolpersteine der Familie Falk in der Arneckestr. 2, der Familie Grüneberg am Vinckeplatz 7 und der Familie Klar in der Kreuzstr. 26. Nun blitzen sie wieder und helfen, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die von den NaturFreunden initiierten 6 Stolpersteine wurden im Dezember 2006 verlegt und wurden von der Kindergruppe bereits 2007 schon einmal gereinigt.
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