Schanzer Viktor

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Viktor Schanzer

Viktor Schanzer

Viktor Schanzer war Buch- und Kunsthändler und ein prominenter Zeitungsverleger in Dortmund.

Geboren wurde er im Jahre 1860 in Witonerici (oder Witanowice) in Schlesien. Wahrscheinlich lebte er seit 1877 in Dortmund.

1887 erwarb er den „Local-Anzeiger für die Kreise Dortmund und Hörde“. Die Zeitung erschien ab 1895 unter dem Namen „Dortmunder Tageblatt“ und nach ihrem Verkauf an die Deutsche Demokratische Partei im Jahre 1922 als „Westfälische Morgenzeitung“.

Viktor Schanzer verblieb als Berater und übernahm die Annoncen-Akquise mit eigener Werbeagentur.

1938, einige Jahre nach dem Tod seiner Frau Mathilde, zieht Viktor Schanzer in die in seinem Besitz befindlichen Häuser Prinzenstr. 9/11, die ehemaligen Zeitungsgebäude.

Drei seiner Kinder (Rudolf, Henriette und Susanne) verlassen Deutschland 1939 und überleben in den USA und den Niederlanden.

Die drei anderen Kinder Helma, Alice und Rudolf werden 30.4.1942 von Dortmund aus ins Ghetto Zamość deportiert und wahrscheinlich im KZ Sobibor oder Bełzec ermordet.

Am 29.7.1942 wird Viktor Schanzer 82jährig ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort stirbt er aus nicht näher bekanntem Grund am 10.10.1942.

Der Stolperstein für Viktor Schanzer wurde am 2. Juni 2009 von Gunter Demnig auf dem Friedensplatz vor dem Haus Nr. 8 (früher Prinzenstraße 9/11) gelegt.

Redaktion durch: Käthe-Kollwitz-Gymnasium