Wardalski, Leo

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Wardalski, Leo

Leo Wardalski wurde am 1. September 1919 in Dortmund geboren. Die Eltern stammten ursprünglich aus Landgemeinden im westpreußischen Landkreis Kulm. Sie besaßen zwar die deutsche Staatsangehörigkeit, schienen sich aber wohl mehr der polnische Minderheit zugehörig zu fühlen. Wardalski arbeitete nach dem Besuch der Volksschule als Hilfsarbeiter und Hoteldiener, war aber auch zum Filmvorführer ausgebildet worden und soll diesen Beruf vor seiner Einberufung ausgeübt haben.

Am 20. Dezember 1940 wurde er gemustert und „kv“ - mit dem Zusatz „nicht Fußtruppe“ -befunden. Am 6. Februar wurde er zum Nachrichten-Ersatz-Bataillon 186 nach Düsseldorf einberufen. Er erhielt eine Funkerausbildung und seine Dienstellung lautete „Funker“. Von seinen Vorgesetzten wurde seine Führung mit „gut“, seine geistige und körperliche Veranlagung mit „schmal“ und „fix“ bewertet. Kenntnisse und Leistungen genügten den Anforderungen.

Am 28. Mai 1941 wurde er zum Artillerie-Regiment 195 verlegt, das der 95. Division unterstand. Im Juli befand sich die Einheit in der Ukraine.

Über die Geschehnisse, die zu seinem Tod führten, ist wenig überliefert. Leo Wardalski wurde am 24. Juli 1941 vom Gericht des Armee-Oberkommandos VI wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Shitomir „standrechtlich erschossen“.

Seine Eltern verließen in der Nachkriegszeit Deutschland und wanderten nach Polen aus.